KOOPERATIONSJAHR KINDERGARTEN - GRUNDSCHULE
Kooperationsjahr Kindergarten – Grundschule
Das Kooperationsjahr ist ein Pilotprojekt der saarländischen Landesregierung. Seit September 2010 wird es an verschiedenen Grundschulen und kooperierenden Kindergärten im letzten Kindergartenjahr durchgeführt.
Mittlerweile beteiligen sich 37 Grundschulen und 99 Kindergärten am Kooperationsmodell. Ein weiterer schrittweiser Ausbau ist geplant.
Der nahende Schulbeginn ist für Kinder und Eltern ein großes Ereignis: Kindergartenkinder werden zu Schulkindern, Kindergarteneltern zu Schulkindeltern.
Hier setzt das Kooperationsjahr an: Es unterstützt den Dialog zwischen Kind, Elternhaus, Kindergarten und Grundschule und beteiligt Kinder und Eltern aktiv am Übergang vom Kindergarten in die Grundschule.
So wird für alle der Übergang leichter, insbesondere für die Kinder. Meistern sie den Übergang in die Grundschule erfolgreich, so stärkt dies ihre Persönlichkeit und verbessert ihre Chancen für einen schulischen Lernerfolg.
Gemeinsame Grundlagen –
verbindliche Strukturen
"Das Kind steht im Mittelpunkt", so lautet das Leitbild für die Zusammenarbeit von Kindergarten, Schule und Elternhaus.
Das Bildungsprogramm für saarländische Kindergärten bietet hier die Grundlage und den Wegweiser für die Kooperation und für die Abstimmungen zum Übergang vom Kindergarten in die Grundschule.
Erzieher/innen und Grundschullehrer/innen bereiten die zukünftigen Schulkinder gemeinsam in bis zu vier Wochenstunden auf den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule vor.
Wie funktioniert das Kooperationsjahr Kindergarten – Grundschule?
- Im letzten Kindergartenjahr planen Erzieher/innen und Lehrer/innen gemeinsame Kooperationsaktivitäten und führen sie gemeinsam durch.
- Die Aktivitäten werden so gestaltet, dass sie den Bedürfnissen der Kinder entsprechen, somit kindgerecht sowie anspruchsvoll zugleich sind.
- Spielerisch und altersgerecht werden die Kinder auf die Herausforderungen der Schule vorbereitet.
Im Kooperationsjahr werden die Kompetenzen jedes Kindes vor allem in folgenden Bereichen gestärkt:
- Körper, Bewegung und Gesundheit
- Soziale und kulturelle Umwelt, Werteerziehung und religiöse Bildung
- Sprache und Schrift
- Bildnerisches Gestalten
- Musik
- Mathematische Grunderfahrungen
- Naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen
Was muss man unbedingt wissen?
- Alle zukünftigen Schulkinder eines Kindergartens im Pilotprojekt werden in Gruppen bis zu 22 Kindern zusammengefasst.
- Kann-Kinder können nach Absprache mit Eltern und Leitungen einbezogen werden.
- Es ist wichtig, dass die „Koop-Kinder“ regelmäßig an den gemeinsamen Aktivitäten des Kooperationsjahres teilnehmen.
- Die Kooperationsaktivitäten sind keine Schulstunden. Grundlage für die Aktivitäten ist das Bildungsprogramm für saarländische Kindergärten.
- Im Laufe des Kooperationsjahres beraten Erzieher/innen und Lehrer/innen die Eltern der zukünftigen Schulkinder und bieten so Unterstützung zur Bewältigung der Übergangssituation.
- Die Träger der Kindertageseinrichtungen und das Ministerium für Bildung unterstützen flexible Lösungen zur Umsetzung des Kooperationsjahres vor Ort. Das heißt: Jede Kita-Einrichtung sucht gemeinsam mit der Schule nach der für sie besten Umsetzungsmöglichkeit im Kooperationsjahr und nach eigenen Schwerpunkten.
Saarland Ministerium für Bildung
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